Balkonkraftwerke in Dossenheim
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Rückblicke auf vergangene Exkursionen — Eindrücke, Fotos und Berichte.

16 Teilnehmer besichtigten den Windpark Greiner Eck bei Neckarsteinach. Betreiber Micha Jost (Energiegenossenschaft Starkenburg) führte die Gruppe durch Technik, Ökologie und Wirtschaftlichkeit einer Windkraftanlage im Wald. Ziel war es, Bürgerinnen und Bürgern, die im November beim Bürgerentscheid über die geplanten Windräder auf den Gemarkungen Dossenheim und Schriesheim abstimmen, die Möglichkeit zu geben, sich selbst ein Bild zu machen – direkt vor Ort, im Wald, bei laufender Anlage. Schon die Anfahrt sorgte für Überraschung: Von Wilhelmsfeld aus sind die Windräder nur kurz auf dem Höhenrücken jenseits des Tals sichtbar, von Neckargemünd dagegen gar nicht. Erst wenn man später unmittelbar vor der Lichtung mit dem Windrad steht, tauchen die rotierenden Flügel aus dem Wald auf – ein interessanter Anblick; technisch aber keineswegs hässlich. Bei sonnigem Herbstwetter führte Micha Jost die Gruppe über die üblichen Forst- und Wanderwege zum Windrad. Es sind die gleichen Wege der Forstwirtschaft, über die auch die Materialien bei der Errichtung zur Baustelle geschafft wurden. Neue Wege wurden nicht angelegt. Selbst die 56 Meter langen Rotorblätter konnten, in je zwei Teile zerlegt, auf diesen Wegen transportiert werden. Auch die geschotterte Fläche rund um das Windrad, oft als „halbes Fußballfeld" beschrieben, wirkte deutlich kleiner als erwartet. Sie liegt eingebettet im Wald; eine gleich große Fläche, die während der Bauphase gerodet wurde, ist inzwischen wieder aufgeforstet. Die Besucher stellten viele Fragen: Wie verlaufen die Stromleitungen? – Unsichtbar im Boden, rund zehn Kilometer bis zum Netzanschluss in Neckarsteinach. Gibt es Probleme mit Oberflächenwasser oder Beeinträchtigungen des Grundwassers? – Nein, das wurde in den Umweltverträglichkeitsprüfungen intensiv voruntersucht und es gibt bis heute keine Probleme. Mussten die Waldwege für den Bau verbreitert werden? – Nein. Wie funktioniert die Fledermausabschaltung? – Zwischen April und November wird nachts automatisch gestoppt, falls geeigneter Wind und Temperatur die Tiere zum Ausflug animieren. Der Erzeugungsverlust durch Abschaltung liegt bei nur rund drei Prozent der Jahresleistung; Fledermäuse fliegen meist bei schwachem Wind, wenn ohnehin wenig Strom erzeugt würde. Beeindruckend war für viele, wie leise das Windrad arbeitet. Während in Dossenheim, in der Ebene, totale Windstille herrschte, drehten sich die Rotoren in der Höhe ruhig mit sanftem Rauschen. Die Überprüfung ergab auf Nabenhöhe Windstärke 3 (16 km/h), also eine schwache Brise. Ein Blick ins Innere des Turms zeigte dann beeindruckende Technik. Auffällig war das Ausmaß an Sicherungskonzepten, um reibungslosen Betrieb und Wartung sicherstellen zu können. Neben dem Turm befindet sich ein Löschwasserbecken, das der Feuerwehr im Ernstfall als Wasserquelle dient – ohne das Windrad im Wald nicht vorhanden. Bei über 1.100 Waldbränden pro Jahr in Deutschland ist das ein relevanter Beitrag zur Vorsorge. Auch wirtschaftlich ist das Windrad erfolgreich. Trotz Abschaltzeiten läuft die Anlage rund 6.000 Stunden im Jahr – und das seit acht Jahren zuverlässig. Der gesamte Windpark Greiner Eck mit fünf 3-MW-Anlagen erzeugt jährlich etwa 28,6 Millionen Kilowattstunden Strom, genug für über 9.000 Haushalte.
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15 Teilnehmer erlebten eine neue Windkraftanlage bei Freiburg. Wegen starken Regens in den Tagen zuvor und aufgeweichter Wege wurde der Besuchsplan geändert. Statt zum Taubenkopf ging es zu einem anderen Windrad auf der Holzschlägermatte. Dort gab es einen hochinteressanten Einblick in das Repowering: Die moderne Anlage, die im Oktober 2024 in Betrieb genommen wurde, ersetzt einen bereits 21 Jahre alten Windpark. Klaus Nerz, der als Vorstand der oekogeno an der Realisierung der ersten Anlage vor 20 Jahren beteiligt war und auf die Unterstützung von 500 Kommanditisten verwies, hob die Bedeutung dieser Modernisierung hervor: Repowering steigert die Energieeffizienz an bereits genutzten Standorten erheblich und ist ein zentraler Baustein der regionalen Energiewende. Herzlichen Dank an die oekogeno Freiburg für die Durchführung der Exkursion und an den Teilnehmer Achim B. aus Ladenburg, dem wir Bericht und Bild verdanken.
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In Obersulm haben die Betreiber den Park mit Schautafeln ausgestattet, sodass hier ein Besuch auch ohne fachliche Begleitung möglich ist. Schauen Sie es sich an – jederzeit. Ein kleiner Waldspaziergang mit Informationen zur Windkraft. Als Anfahrtziel wählen Sie den Parkplatz Enzwiesen bei Bretzfeld. Google Maps Impressionen von der Exkursion:
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